Nachrichtendienst KIK fordert Facebook mit geplanter Blockchain Integration heraus

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In letzter Zeit gab es einen groszen Hype um sogenannte ICO’s („Initial Coin Offerings“ – wodurch neue Kryptowaehrungen erschaffen werden), beziehungsweise um Kryptowaehrungen generell, welche teilweise massive Preisanstiege verzeichnen konnten.

Die noch relative junge Kryptoszene wird nun bald den ersten „groszen Namen“ in ihren Reihen sehen, und zwar KIK, welche kürzlich bekanntgegeben haben, dass die eine eigene Kryptowaehrung herausbringen werden.

KIK ist ein Nachrichtenapp, ähnlich Whatsapp, und ist besonders beliebt bei Jugendlichen in den USA. Das 8 Jahre alte Unternehmen aus Kanada hat 300 Millionen registrierte Nutzer, und ist dadurch eines der populärsten Unternehmen, das Interesse an der Kryptowaehrungstechnologie zeigt.

Noch dazu ist KIK finanziell sehr gut aufgestellt, so hat es bislang mehr als $120 Millionen an Fundraising-Kapital einsammeln können. 2015 wurde KIK‘s Wert mit $1 Milliarde bemessen.

ICO sind derzeit eine beliebte Alternative um Kapital beschaffen zu können, unabhängig von der traditionellen Methode durch professionelle Investoren (VC funding). Der Unterschied ist, dass jeder investieren kann, nicht nur besagte Risikokapitalgeber.

KIK betont allerdings, dass es um mehr geht als um Geldbeschaffung allein. Das Ziel ist ein Ökosystem für digitale Waren und Dienstleistungen aufzubauen.

„Die eigentliche Motivation ist, dass es für unabhängige Entwickler derzeit sehr schwierig ist, mit grozsen Unternehmen mitzuhalten.“, sagt KIK Ceo Ted Livingston.

„Digitale Dienstleistungen werden von immer weniger Konzernen kontrolliert, und diese verdienen Geld an Werbungen, aber im Endeffekt nur aufgrund der schieren Menge an Nutzern in ihren Netzwerken. Nutzer die eigentlich nicht bereit sind für digitale Dienstleistungen zu bezahlen.

Manche Unternehmen schaffen es, diesen Kreis zu durchbrechen, aber dann kommen die Konzerne und kopieren das Konzept. Dies führt zu immer weniger Auswahl und Freiheit für den Konsumenten.

Wir glauben nun eine Lösung für dieses Problem anbieten zu können.“

Angriff auf Facebook

Wenn man zwischen den Zeilen liest, ist klar, dass sich Livingston auf Facebook eingeschossen hat. Facebook ist das weltweit groeszte soziale Netzwerk, welches auch noch Messanger und Whatsapp kontrolliert, die beiden groeszten Chatprogramme der Welt.

Livingston möchte es freien Softwareentwicklern ermöglichen, unabhängig von Facebook’s Ökosystem – welches massiv auf Werbung fokussiert ist – programmieren zu können., und zwar indem es ein Umfeld schafft, welches durch eine Kryptowaehrung angetrieben ist.

Livingstone untermauert dies mit einem Beispiel: Ein Entwickler, den er kennt, ist pleite, trotzdem sein Programm 600 000 Nutzer verzeichnen kann. Der Grund liegt an der Erwartung des Konsumente, dass digitale Leistungen gratis sein sollen, bezahlt mittels Werbung – eben das Modell, dass von Facebook propagiert wird.

Kinship

KIK‘s geplante Waehrung soll KIN heiszen, eine Abkürzung für „Kinship“(Familie, Community), und soll auf der Ethereum Plattform entstehen. Derzeit wird eifrig an Plänen geschmiedet, wobei das Programm möglicherweise bereits im kommenden Sommer gestartet werden könnte.

Nächstes Jahr sollen Entwickler bereits darauf programmieren können. Die Vision ist, dass hunderte, sogar tausende digitale Dienstleistungen für Kin entwickelt werden sollen, das Nachrichtenprogramm KIK soll nur eines davon sein. Wenn eine Vielzahl von Entwicklern KIN nutzen würden, das Konzept somit aufgeht, könnte. der Endkonsument innerhalb dieses Ökosystems KIN verdienen und ausgeben, und damit das derzeit bestehende Modell der Monetarisierung durch Werbung zurück drängen.

Es ist ein sehr ambitioniertes Ziel und KIK ist gerade dabei ein Team an Beratern zusammenzustellen. Noch wollen sie nicht preisgeben, mit welchen Partnern sie zusammenarbeiten.

Ein neues Ökosystem

Es ist hinlänglich bekannt, das ICO‘s dazu genutzt werden, um Kapital einzusammeln, aber was viele nicht wissen ist, dass es auch möglich ist Eigentum an den Produktionsmitteln zu vermitteln, oder sogar an jeglichen Leistungen die auf dem Netzwerk umgesetzt werden. Das ist die Basis für KIK‘s Annahme, ein Ökosystem aufbauen zu können., welches Entwickler finanziell belohnt, ohne dabei auf Werbeeinschalungen zurückgreifen zu müssen.

Livingstone träumt davon, dass Entwickler gemessen an der Nutzung der von ihnen entwickelten Dienstleistungen bezahlt werden. Dadurch würde sich ein Netzwerkeffekt ergeben: Mehr programmierte Programme und Dienstleistungen würde zu mehr Belohnung führen, was natürlich einen Anreiz darstellt, möglichst viele und gute Services anbieten zu können.

Entsprechend dem dezentralen Gedanken, der Kryptowaehrungen inne liegt, soll auch jeglicher Source Kode für alle frei einsehbar sein.

Livingstone hofft eine komplett neues Ökosystem für digitale Dienstleistung zu erschaffen.

Fred Wilson, Partner bei Union Square Ventures und Ausschuss Mitglied bei KIK, meint, dass Kryptowaehrungen die nächsten groszen Business Modelle im Tech Sektor darstellen: „KIK ist das erste etablierte Unternehmen, welches eine Kryptowaehrung implementiert. Dies kann einen Wendepunkt darstellen.“

 

Quelle :

Techcrunch, Photo

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