Was ist ein Smart Contract?

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Warum redet derzeit jeder von Smart Contracts und was genau macht sie „smart“?

Um das zu verstehen, müssen wir uns zuerst anschauen, wer das Konzept von Smart Contracts als Erster beschrieben hat.

Der Name „Smart Contracts“ wurde von einem Informatiker namens Nick Szabo in den ’90ern geprägt. Im Jahr 1994 sagte er:

„Ein Smart Contract ist ein computerisiertes Transaktionsprotokoll, welches die Regeln eines Vertrages ausführt. Die generellen Ziele sind, geläufige Vertragsbedingungen zu erfüllen.“

Das ist natürlich noch immer sehr technisch. Gehen wir zurück in das 21. Jahrhundert, um das Konzept begreiflicher zu machen:

Stell dir vor du kaufst eine Packung Chips bei einem Verkaufsautomaten. Dafür wirfst du 10 Euro in den Automaten. In weiterer Folge fordert der Automat auf, eine Auswahl zu treffen. Sobald dies geschehen ist, wird die Packung Chips mechanisch zur Ausgabe der Maschine bewegt.

Ein Smart Contract funktioniert ähnlich, nämlich indem er sogenannte „wenn dies – dann das“ Befehle ausführt, eben genau wie der Verkaufsautomat. Eine Bedingung wird erfüllt, und dadurch wird eine vorher definierte Aktion ausgeführt, und zwar vollautomatisch.

Dadurch werden Vermittlungs- und Treuhand-Services überflüssig.

Tauchen wir nun etwas tiefer in die Materie ein. Zuallererst aber, lass uns ein paar Grundbegriffe erklären:

  • Ethereum – Eine Blockchain in der ausgeführten Codes als Transaktionen aufzeichnet werden
  • Ether – Die Kryptowährung, mit welcher Rechenleistungen auf dem Ethereum Netzwerk bezahlt werden

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Was ist ein Smart Contract?

Bild: blockchaintechnologies

Nun aber zurück zum Thema:

Ein Smart Contract ist im Grunde Software, welche vordefinierte Regeln enthält, die in der Summe die Vertragsbedingungen darstellen. Diese werden automatisch ausgeführt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Wichtig ist, dass die Regeln eines Smart Contracts, der auf der Blockchain platziert ist, nicht mehr veränderbar ist. Dadurch sind diese Verträge vor Einfluss Dritter bzw. Zentralisierung geschätzt. 

Charakteristik eine Smart Contracts

Zusammenfassend hat ein Smart Contract also folgende Eigenschaften:

  • Selbstausführend
  • Unveränderbar
  • Selbstprüfend
  • Automatische Vollstreckung
  • Kosteneffizient
  • Eliminiert Notwendigkeit Dritter zur Verifizierung oder Ausfuehrung von Vertragsbedingunden

Wie funktionieren Smart Contracts mit Ethereum?

Entwickler schreiben den Code des Vertrags mittels einer eigens entwickelten Programmiersprache namens Solidity.

Dieser Code kann vielfältige Verwendungszwecke haben. Zum Beispiel die Überweisung von Geld wenn bestimmte Bedingungen erfüllt werden, aber auch der Austausch von Gütern zwischen zwei Parteien ist möglich.

Nachdem der Code geschrieben wurde, wird er auf die Ethereum Blockchain geladen, genauer gesagt, in die EVM (Ethereum Virtual Machine). Diese kann man sich als universalen Compiler und Browser vorstellen kann, welche den Code ausführt.

Ist der Vertrag einmal auf der Blockchain, wird jeder Computer der Teil des Netzwerks ist, den Vertrag ausführen und kontrollieren ob bereits Bestandteile erfüllt wurden.

Ein Smart Contract kann zwei oder mehr Parteien involvieren und wird von der digitalen Währung Ether befeuert.

Bild via lightrains

Um das ganze leichter verständlich zu machen, stell dir folgendes Beispiel vor:

Gehen wir davon aus, Lukas hat bei Julia eine Webseite in Auftrag gegeben, der Gegenwert des Vertrags beträgt €1000. Lukas hat bereits alle Vertragsbestandteile als Code niedergeschrieben. Auch Projektspezifische Dinge, wie beispielsweise Design, Server-Host und Website-Ladezeiten werden in den Vertrag geschrieben.

Wenn nun Julia die fertige Website an Lukas übermittelt, fungiert die Blockchain als Gutachter. Sind alle Vertragsbestandteile erfüllt, überweist der Contract vollautomatisch die vorher vereinbarten €1000 (in Ether) an Julia.

Warum kann man einen Smart Contract vertrauen?

Jede Transaktion und jeder ausgeführte Code, wird auf der Blockchain gespeichert, so kann alles zu jeder Zeit nachvollzogen und verifiziert werden.

Lukas kann Julia nicht betrügen, denn sobald Julia die Arbeit fertiggestellt hat, wird diese vollautomatisch verifiziert und in der Blockchain verzeichnet.

Jeder kann die gesamte Blockchain mit allen bisherige Transaktionen und Einträge einsehen, so kann Streit ganz leicht beigelegt werden.

Des Weiteren hat Lukas keine Möglichkeit den Vertrag zu manipulieren oder gar zu stoppen. Weil der Smart Contract auf der EVM läuft, ist er resistent gegen Versagen einzelner Parteien.

Auf der anderen Seite, wenn Julia die zuvor ausgemachten Bedingungen nicht liefert, erfolgt keine Auszahlung.

Deshalb kannst du Smart Contract vertrauen.

Hier erfährst du mehr über Ethereum!

Hier gibt’s eine Anleitung zum Ether-Kauf!

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